Ich muss Ihnen etwas beichten:Ich bin mutmaßlich ein Verbrecher. Ein mutmaßlicher "Staatsfeind, wie er im Buche steht."Ich bin mutmaßlich schuldig im Sinne der Anklage, so genannte "verfassungsschutzrelevante Delegitimierung des Staates" zu betreiben, also ein Akteur zu sein in einem Bereich, dessen Angehörige das Ziel verfolgen, "wesentliche Verfassungsgrundsätze außer Kraft [zu setzen] oder die Funktionsfähigkeit des Staates und seiner Einrichtungen zu beeinträchtigen."Ich mache mutmaßlich "demokratische Entscheidungsprozesse und Institutionen verächtlich" und/oder rufe vielleicht sogar dazu auf, "behördliche oder gerichtliche Anordnungen und Entscheidungen zu ignorieren."Ja, wer weiß, vielleicht bereite ich sogar - mutmaßlich aktiv - einen mutmaßlichen Umsturz vor und/oder arbeite zumindest passiv darauf hin. Rein hypothetisch, versteht sich - oder?Zugegeben, viel Konjunktiv, aber was ich Ihnen mit mutmaßlicher Sicherheit sagen kann, ist, dass ich zumindest wahrscheinlich auch irgendwie irgendwas mit "den Reichsbürgern", "der Antifa" und "den Salafisten" zu tun habe.Aber wie kam ich überhaupt in das Dilemma, Ihnen dies beichten zu müssen - und vor allem, woher rührt diese mutmaßliche Verwirrung darüber, ob dies alles denn nun zutreffend ist, oder nicht?Und was hat das Ganze mit diesem merkwürdigen Begriff der "Phytokratie" zu tun, den Sie vor dem heutigen Tage mutmaßlich noch nie irgendwo gesehen oder gehört haben?Falls Sie sich für diese Fragen interessieren, lade ich Sie herzlich ein, mir zu folgen - aber ich muss Sie vorher eindringlich warnen: Dies könnte bedeuten, dass Sie selbst zum mutmaßlichen Mitverschwörer in diesem mutmaßlichen Umsturzversuch werden, oder wenigstens sehr verwirrt darüber, was Sie über diese Erde zu wissen geglaubt haben.

Der Angeschuldigte wird beschuldigt,im Prinzip, schon seit er denken kann immer wieder,wissentlich und vorsätzlich
1.) nicht fest verwurzelt auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu stehen und
2.) sämtliche demokratischen Entscheidungsprozesse und Institutionen mit Ausnahme des Bundesamtes und der Landesämter für Naturschutz als "verfickte Nazikommunisten-Shaitane, die zu blöd zum Geradeaus-Pissen sind" verunglimpft zu haben, sowie
3.) unter dem Vorwand der Ausübung schamanischer Rituale schwarze Magie zu Ungunsten der Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH betrieben zu haben, um ihren Zusammenbruch herbeizuführen.Hierdurch hat sich der Angeschuldigte den Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung nach §§3 und 4 BVerfSchG - sowie einer schweren staatsgefährdenden Ritualtat ähnlich und unerträgliche Assoziationen weckend zu § 89a StGB - verdächtig gemacht.Der Angeschuldigte soll daher mal genauer unter die Lupe des Herrn Haldenwang genommen werden.

I. Einleitung/VerteidigungsauftragSehr geehrte Damen und Herren,
im Auftrag meines Mandanten, welcher mich bevollmächtigt hat, nehme ich, Juniperus L. zu dem Anklagesatz von da oben wie folgt Stellung und beantrage – vorbehaltlich weiterer Prüfung – eine Einstellung des unter die Lupe Nehmens.II. Sachverhalt aus Sicht des BeschuldigtenDer Mandant bestreitet, dass die in der Anklage dargestellten Taten sich so zugetragen haben. Nach seiner Darstellung stellte sich der Sachverhalt wie folgt dar:Er sei wieder mal schrecklich missverstanden worden.

Der Staat verliert seine Legitimation in dem Moment, wo er durch seine Aufrechterhaltung mehr Leiden bei den ihm untergebenen Lebewesen verursacht, als diese im Falle eines völlig unregulierten Zusammenlebens erfahren würden. Eine Staatsform hingegen verliert ihre Legitimation schon in dem Moment, wo sie durch ihre Aufrechterhaltung mehr Leiden verursacht, als eine andere Staatsform. Das möchte ich einfach ganz neutral feststellen.Sicherlich ist diskutabel, wie viel Leiden völlig unreguliertes Zusammenleben für alle bedeuten würde, vor allem mangels einer wirklich großen Zahl an langlebigen Präzedenzfällen, die man hier als Grundlage für realistischere Spekulationen heranziehen könnte - jedenfalls Präzedenzfälle innerhalb menschlicher Gesellschaften, die gleichzeitig auch gut dokumentiert sind. Aus wissenschaftlicher Sicht können wir zwar feststellen, dass über die längste Zeit unserer Entwicklungsgeschichte unreguliertes Zusammenleben relativ gut funktioniert zu haben schien, wie wir mit einiger Glaubwürdigkeit ableiten können aus dem relativ späten Erscheinen von Befestigungsanlagen und Verteidigungswerkzeugen. Große bewaffnete Auseinandersetzungen unter Frühmenschen waren - vor allem aufgrund der viel geringeren Einwohnerdichte - so selten, dass die Erfindung des Schildes, soweit wir heute wissen, wahrscheinlich erst in der Bronzezeit geschah, also zeitlich im Bereich der fließenden Übergänge von nomadischen und halbnomadischen zu sesshaften Lebensmodellen. So weit, so einleuchtend, da wir alle ja diesen einen, ganz speziellen Nachbarn zu kennen scheinen, wie ich immer wieder höre und lese. Sie wissen mutmaßlich schon, welchen ich meine.Noch viel diskutabler als Ersteres, erst recht in einer so genannten freiheitlichen, demokratischen Grundordnung aber ist die Frage nach der besten Staatsform, die natürlich auch Antworten liefern wird, die einer Kritik der bestehenden Ordnung und selbst ihrer fundamentalsten Grundsätze nicht ausweichen kann. Hand aufs Herz:
Wir wissen doch alle, dass unsere Staatsform, die repräsentative Demokratie sich in einem weltweiten Wettbewerb um wirtschaftliche Überlegenheit befindet, den sie aufgrund eines Mangels an Effizienz zu verlieren droht. In dieser Überflügelung liegt auch eine Bedrohung unserer Staatsform zusätzlich zu denjenigen, die sie offen ablehnen und andere befürworten. Also muss natürlich die wehrhafte Demokratie auch über ihre eigene Abschaffung mitdiskutieren dürfen, so paradox das erstmal auch klingen mag, denn vergessen wir lieber nicht: Diese Frage wird diskutiert, gerade auch von Extremisten aller ideologischer Richtungen - und auch wenn es nicht sehr wahrscheinlich sein mag, besteht weiterhin die Möglichkeit, dass wir dabei einen Weg finden, effizienter zu regieren und zu wirtschaften, ohne auf allzu viel unserer geschätzten Gewaltenteilung verzichten zu müssen.Ich persönlich muss aber zugeben, dass ich andere Dinge viel lieber diskutieren will als Staatstheorie und Gewaltenteilung. Um ganz ehrlich zu sein, möchte ich eigentlich gar nicht diskutieren, sondern wenn es nach mir ginge vielmehr diktieren und entscheiden, wer wann welche Rückfragen stellen darf, zumindest für eine ganze Weile - denn mein Dilemma ist auch, dass es verdammt lange dauern würde, bis ich dazu ausgeredet hätte - und die Wahrscheinlichkeit, dass Sie mir überhaupt widersprechen wollen würden, nachdem Sie meine ganze Argumentation kennen, halte ich für eher gering. Ich will eigentlich auf etwas ganz anderes hinaus, das in der Formulierung "Lebewesen" bereits angedeutet liegt: Das grundsätzliche Missverständnis darüber wer, genauer, welche Spezies unseren Planeten wirklich regiert.

Sie müssen jetzt mutmaßlich sehr stark sein, lieber Leser, denn Fakt ist, dass nichts so ist, wie es scheint. Sie dachten, Sie wären ein Mensch, der Rechte hat. Die traurige Realität ist eine andere:Sie sind Personal!Natürlich kein Personal der Firma Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH, wie Ihnen Ihr Personalausweis vielleicht suggerieren könnte - sondern diese Firma gehört, wie übrigens alle anderen Firmen auch, in Wahrheit einem anderen Eigentümer, der sich mit seinen Mitverschwörern durch den Lauf der gesamten Geschichte der Menschheit ewig unerkannt direkt vor Ihrer Nase versteckt hält und alle Völker dieser Welt geschickt zu seinem Vorteil manipuliert:Sie sind selbstverständlich Personal einer Firma, die mutmaßlich von einer uralten Mafia-Familiendynastie und nicht von sog. "Reptiloiden" kontrolliert wird: Die Poaceae-Familie und ihr überaus fragwürdiger CEO namens Triticum L."Ihr" Körper besteht übrigens auch mehrheitlich nicht aus menschlichen Zellen und ich würde Ihnen raten, mit der Frage nach dessen Eigentümerschaft lieber keine schlafenden Hunde zu wecken, vor allem nicht, bevor der neueste Stand der Mikrobiologie irgendetwas brauchbares zu Ihrer Verteidigung hergibt - aber das wäre nochmal ein ganz, ganz anderes Thema.Lassen Sie mich erklären, was ich damit meine. Denn tatsächlich ist es so, dass 99,7% der sichtbaren Biomasse unseres Planeten von Pflanzen ausgemacht werden und wir weit davon entfernt sind, den Anteil an Mikroorganismen auch nur entfernt schätzen zu können. Wir haben jedoch bereits festgestellt, dass die Zahl an Mikroorganismen, welche auf unserer Haut und in unserem Verdauungssystem leben, insgesamt die Zahl an menschlichen Zellen bei Weitem überschreitet. Und damit kommen wir endlich zu dem, worüber ich gerne sprechen möchte, und zwar ein klein wenig Botanik. Aber nur ein ganz klein wenig einfachste, verständlichste Botanik, versprochen. Ich bin, wie Sie, leider selbst botanischer Laie - zu unserem Leidwesen. Das liegt an unserem Schulsystem, dessen Lehrplaninhalte mutmaßlich von einer Bande dressierter Affen im Kultusministerium erstellt worden sein könnten.
Also keine Sorge, es wird nicht allzu kompliziert. Denn noch eine traurige Realität ist, dass selbst wenn Sie, lieber Leser, zufällig ein Botanikprofessor wären, würden Sie vielleicht trotzdem noch von sich sagen, dass Sie leider ein botanischer Laie sind, der immer noch viel zu wenig über Pflanzen weiß. Außerhalb des Amazonas haben viele, ja die meisten Menschen, verlernt die Pflanzen für das zu sehen, was sie wirklich sind: Die heimlichen Herrscher dieser Erde.
Tauchen Sie ein mit mir in diese mutmaßliche Verschwörung des "internationalen Weltpflanzentums" und seiner mächtigsten Waffe zur Erhaltung dieser heimlichen Weltherrschaft, der sog. "Pflanzenblindheit". Lernen Sie mit mir die eine, berüchtigte Familie kennen, von der die Rothschilds noch viel lernen können - die Poaceae-Familie (Süßgräser) und ihren CEO Triticum L. - in Deutschland besser bekannt als der Weizen. Eins kann ich vorab versprechen: Sie werden überrascht sein.Da es im "besten Deutschland aller Zeiten", wo wir bekanntlich leben, offenbar für die eigene Karriere sehr förderlich sein kann, sich mit Dingen wie Kinderbuchautorenschaft und dem internationalen Völkerrecht zu befassen, wie man leise munkelt, habe ich mich gerade spontan entschieden, dass ich Ihnen die Geschichte vom Aufstieg des Weizens lieber in Form eines Heldenepos präsentieren möchte als einer trockenen, wissenschaftlichen Abhandlung von langweiligen Zahlen und Fakten - eines Helden, der in der internationalen Gemeinschaft der Erde wie kaum ein anderer Souverän zuvor seinen hochpotenten, bleibenden Einfluss hinterlassen hat. Dann haben Sie auch gleich noch etwas, das Sie Ihren Kindern vorlesen können, wenn Sie mit Grimms Märchen, dem Ramayana und dem Mahabharata schon durch sind - gern geschehen.

Es war einmal vor langer Zeit
Ein Weizenkorn in Feuchtigkeit.
Es schlürfte, schwoll an, keimte auf,
Wuchs erst mal runter und dann rauf.Es trieb herauf am Halm die Knoten,
Die Blätter tankten dankend Sonne.
Die schwarzen Böden reichlich boten -
Es war zufrieden und in Wonne.Und bald schon war dem Sprössling klar,
Was man mit bloßen Augen noch nicht sah:
Dass er von all den vielen Arten da
Ein so genannter weicher Weizen war.Herr Weizen wuchs so für sich hin
Und nichts zu suchen war sein Sinn
Da hörte plötzlich und unerwartet er:
Seltsamen Klang von weiter Ferne her.Es war die Stimme einer Frau,
Die sang, man hörte nun genau:
Nach alter und bewährter Weise
Ein Lied auf ihrer weiten Reise.Sie setzte sich sanft auf die Wies' hin,
Diese besonders sanfte Riesin
Und schenkte viel ihm ihrer Zeit,
Genoss den Anblick seiner Schönheit.Sie war so achtsam, angenehm,
nicht trampelig und unbequem,
nicht grunzend, gierig nach der reifen Frucht -
Sie rücksichtsvoll den Samen sucht'.Sie schien ihn besser zu verstehen,
Die Wege, die die Weizen gehen
Die waren ihr nicht schleierhaft -
Sie half bei seiner Wanderschaft!Es gab Gerüchte, immer wieder,
Auch Weizen kannte noch die Lieder,
Die hiervon zeugten und erzählten,
Dass Menschen aktiv zu helfen wählten.So sang er "Hört und seht ihr das?"
Und seine Brüder: "Ja, voll krass!
Wir sollten, um bequem zu pfründen
Mit diesen Wesen uns verbünden!"Und schnell lief wie ein Bär die Kunde,
Durch alle Arten der Kräuter und Bäume,
Sie machte unaufhaltsam ihre Runde
Und weckte dabei manche süße Träume.Ein jeder gab das, was er konnte geben
Damit die Menschen leichter leben:
Die Früchte wurden, wie auch die Kerne,
Bald größer und man aß sie gerne.Der Plan schien erstmal aufzugehen:
Man konnte Weizen weithin reisen sehen.
Er sah die meistentfernten Orte
Und hörte aller Sprachen Worte.Sein Siegeszug schien weiter unaufhaltsam
Und kaum ein Mensch, der ohne ihn noch auskam
War noch zu sehen auf unserer lieben Erde
Und im Einklang sang die Menschenherde:"Sei, Kaiser Weizen, hier
Lang Deines Volkes Zier,
Der Menschheit Stolz!
Fühl in des Thrones Glanz
Die Hohe Wonne ganz
Liebling des Volks zu sein,
Heil, Kaiser, Dir!"Da kam das Volk der Gersten her,
Gefolgt von Roggen, Mais und mehr.
Sie waren gar nicht amüsiert,
Ja, vielmehr war'n sie grob pikiert."Der Weizen, der soll Kaiser sein?
Ich glaub, mich tritt ein pfeifend' Schwein!
Nein, also wirklich, also, NEIN!
Das kann nicht euer Ernste sein."Dies wand Herr Gerste zornig ein
Und auch Herr Mais, der warf mit rein:
"Ich kann gar nicht genug betonen,
Den Weizen müssen wir entthronen!"Herr Roggen, der auch sehr zustimmend nickte,
Sich rückversichernd zu Herrn Hafer blickte,
Der sagte nichts und blickte stumm
Zwischen Reis und Hirse in der Gegend rum.So ging das lange hin und her,
Der Klagen ward kein Ende mehr.
Es wurden alle angehört
Und jeder hatte sich empört.Der Weizen dachte: "So ein Mist!
Hier brauche ich wohl eine List.
Ich sollte vielleicht noch mehr kleben,
Damit die Bäcker mich erheben!"Doch was bald folgte, ahnte keiner
Denn es war sehr, sehr viel gemeiner
Als selbst die schlimmsten Fantasien
Und albtraumhaften Szenerien.Das Züchten hatte Überhand genommen,
Der Mensch so viele Meilensteine erklommen,
Dass nun die Gräser ihre nächsten Verwandten
Am helllichten Tage nicht wiedererkannten.Und alle mussten sich eingestehen:
Es konnte so einfach nicht weitergehen.
Die Menschen, einmal hochstudiert,
Sie waren zum Problem mutiert.

Ich hoffe, Sie verzeihen mir, dass es kurz etwas durcheinander zu gehen schien, aber es fällt mir wirklich schwierig, meinen tiefschwarzen Reichsbürgerhumor bei diesem Thema außen vor zu lassen und ganz sachlich zu bleiben - immerhin haben wir es hier mit einem Thema zu tun, das ethisch, moralisch, philosophisch und spirituell über die Maßen emotional aufgeladen ist und ein wenig gesunder Zynismus bzw. Defätismus dürfen auch dann noch jemandes Bewältigungsstrategie sein und bleiben, wenn dies mutmaßlich sensiblere Personen in ihren Gefühlen verletzt. Wenigstens kommt auch manchmal ein nettes Gedicht dabei heraus, das sonst vielleicht nicht das Licht der Welt erblickt hätte - aber wir wollen ja zumindest hauptsächlich beim Thema bleiben.Der Punkt ist der: Wenn Sie die Absicht verfolgen, den Pflanzen ihre Rechte endlich zuzugestehen, dann befinden Sie sich immer in jenem frustrierenden Dilemma, gegen das ewige und weitverbreitete Bild anzukämpfen, welches von ihnen in den meisten unserer menschlichen Gesellschaften vorherrscht: Das Bild einer primitiven Lebensform, oftmals sogar Überraschung darüber, dass Pflanzen sog. "Lebewesen" sind und können nicht jedes Mal ausführlich darauf eingehen mangels Lebenszeit. Sie müssen versuchen, mit Mitteln wie Personalisierung und Mystizismus die emotionale Abkürzung zum Herzen Ihres Gegenübers zu nehmen, denn Sie können letztlich niemanden zwingen, Ihre Seite mit Ihrer Argumentationskette und häufig dazu gestellten Fragen zu lesen, falls Sie so etwas schon notgedrungen eingerichtet haben.Denn die atemberaubenden genetischen Vielfalten der Pflanzen und insbesondere die jüngsten Experimente von Pionieren wie Prof. Stefano Mancuso haben uns eines ganz klar vor Augen geführt:
Die Auffassung, dass Pflanzen kein Äquivalent zu unserem Nervensystem haben und deshalb keinen Schmerz empfinden können, ist wissenschaftlich genauso unhaltbar wie ihre Antithese und Nichtwissen verpflichtet. Und ich erinnere auch nochmal kurz an die Zahl 99,7%, um zu verdeutlichen, wie hier die Verhältnisse von schwergeschädigten, potentiellen Klägern zu Angeklagten wären, wenn es zu einem rechtsstaatlichen Verfahren käme.
Deswegen vertrete ich z.B. nachdrücklich die These, dass wir nicht wirklich in einem Rechtsstaat leben, sondern man bestenfalls darüber diskutieren kann, ob wir vielleicht in einem "Menschenrechtsstaat" oder zumindest dessen glaubhafter Simulation leben - und möchte deshalb nicht automatisch als Delegitimierer und Staatsfeind betrachtet werden - meine Absicht dahinter ist ja, zu veranschaulichen, wo der Staat in seiner Schutzfunktion versagt hat, damit er dies korrigieren kann. Sie müssen einfach anerkennen, dass der Staat 99,7% der Lebewesen, die ihm unterworfen sind, als völlig rechtelos betrachtet und scheinbar, zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung, auch gar kein Bewusstsein dafür bei den Regierenden besteht, dass hier Handlungsbedarf ist. So dumm und eingebildet sind wir Menschen nun mal leider. Wir erschrecken zu Recht über die eugenischen Bestrebungen des NS-Regimes und noch mehr über die Vision der Schönen Neuen Welt von Aldous Huxley, während wir gleichzeitig unsagbar Schlimmeres - tagtäglich und wie selbstverständlich - in den Gesellschaften der Pflanzen anrichten und das Ganze stolz als "Sortenschutz" bezeichnen und den Firmen, die dahinter stecken klopfen wir dann dankbar auf die Schulter, weil sie ja "die Weltbevölkerung ernähren".
Und dann kommt auch noch ein Herr Haldenwang und jammert herum, wenn jemand den "Rechtsstaat" und seine Funktionalität in Zweifel ziehen möchte? Ich frage Sie: Können Sie das nachvollziehen?

In der Frage nach dem Vorliegen konkreter Umsturzabsichten und deren potentiellem Schaden und/oder Nutzen für alle Beteiligten besteht meiner Ansicht nach ein noch viel dringenderes Problem, das Sie hoffentlich bereits selbst bemerkt haben: Wie kann er eine sog. "Phytokratie" als Staatsform propagieren, während er dem ganzen Kommentar als Präambel selbst ausdrücklich vorausgeschickt hat, dass wir alle, selbst studierte Botaniker, leider immer noch viel zu wenig über Pflanzen wissen? Ist es nicht absurd, überhaupt über diese Fragen nachzudenken, angesichts unseres Erkenntnisstandes zum Thema?
Nun, ich gratuliere Ihnen zu diesen Fragen, denn sie sind natürlich überaus berechtigt. Auch ich habe mir zu Beginn dieses Kommentars dieselben Fragen gestellt, weshalb ich mich dazu entschieden habe, dem Titel den Untertitel "Eine Vorstellung" hinzuzufügen - mit diesem hier so herrlich mehrdeutig anmutenden Wort möchte ich den Rahmen des Kommentars derart gestalten, dass er sowohl eine Vorstellung im Sinne einer Präsentation als auch einer Fantasie sein darf - und gelegentlich auch eine kleine Portion Clownsvorstellung zur Auflockerung des, wie gesagt, emotional sehr aufgeladenen Themas.Mich selbst erinnern diese Fragen sehr an die Debatte darüber, ob wir aktiv in Deutschland Baumarten wie z.B. die Amerikanische Roteiche oder auch die Schwarznuss in den Forsten nutzen sollten, die mit Hitze und Trockenheit besser zurecht kommen können. Auch in dieser Frage wird viel diskutiert und experimentiert, aber auf Seiten der Förster und Unternehmer, die beteiligt sind, wird zurecht viel mehr über Qualität des Pflanzgutes diskutiert, während die breite Öffentlichkeit sich primär um die Wahl der Arten Gedanken macht. Es ist dies auch freilich kein Vorwurf an die Förster, die ja offen über das Thema kommunizieren. Wie kommt es also, dass Pflanzgutqualität und -verfügbarkeit von der Öffentlichkeit weiterhin nicht als das zentrale Problem angesehen wird? Wissen wir wirklich zu wenig, oder wird die Öffentlichkeit vielmehr aus Profitgründen gezielt getäuscht?Aus Rücksicht auf meinen Blutdruck muss ich erstmal darauf verzichten, hier allzu sehr ins Detail zu gehen, doch um Sie nicht ganz im Trüben fischend in der Schwebe zu lassen, nur so viel:Fragen Sie sich doch einfach mal, weshalb der Förster, der möglichst gesunde, langlebige Bäume liefern soll, sich so viele Gedanken darüber macht, während der kommerzielle Pflanzenhandel Ihres Vertrauens, der möglichst große Stückzahlen verkaufen möchte, Ihnen weiszumachen versucht, dass Wurzelbeschneidungen bei Obstbäumen kein Problem darstellen und dem Baum sogar helfen können würden. Könnte es sein, dass der Kommerz hier der breiten Masse eine kognitive Dissonanz auf dem Wege des Bestätigungsfehlers unterjubeln will, um schamlos seine Profite steigern zu können? Oder glaubt der Kommerz wirklich selbst an das, was er dem Kunden sagt? Ich frage ja nur.Und will damit sagen, dass wir, jedenfalls innerhalb wissenschaftlicher Fachkreise, eigentlich schon zumindest genug wissen, um eine realistische Vorstellung von den Bedürfnissen der Pflanzen zu haben, jedoch aufgrund der komplexen Interessenlagen verschiedener Akteure dies in der öffentlichen Wahrnehmung nicht wirklich angekommen ist.Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich versuche nicht, einer Antwort auf die Frage nach der Beschaffenheit, der Verfassung einer Staatsform Phytokratie auszuweichen. Ich versuche viel mehr, Ihnen begreiflich zu machen, warum ich es als so problematisch betrachte, dass wir immer dazu neigen, alles formulieren und vertraglich irgendwo festhalten zu wollen. Auf die Verfassung werden wir selbstverständlich später trotzdem noch zu sprechen kommen.

Während die Fülle unserer Gesetze und Regulierungen munter weiter vor sich hin wachsen und metastasieren und unsere geschätzten, fleißigen Schreiberlinge, die internationalen Rechtsexperten, sich schon die Finger blutig getippt haben beim erfolglosen Versuch, uns endlich umfassende Rechtssicherheit zu bieten - in der Hoffnung, uns eines Tages aus dieser unsäglichen Situation zu befreien, immer neue Verträge für immer neue Situationen aushandeln zu müssen, weil unser aller verdammter Nachbar, dieser verfluchte Bastard, so verdächtig beim Rasenmähen aussieht, dass man ihm einfach nicht über den Weg trauen sollte - währenddessen tun Pflanzen mutmaßlich rund um die Uhr etwas viel Schlaueres, nämlich akzeptieren, dass sich alles stetig wandelt.
Dann gibt es heute eben etwas weniger Kupfer und Mangan für die gleiche Menge Zucker wie jeden Tag - aber Hauptsache, die Symbionten überleben möglichst zahlreich. Kein Problem, gewachsen werden kann auch morgen noch, wenn wieder genug Energie dafür da ist. Käuferschutz? Fehlanzeige! Versicherungsschutz? Träumen Sie weiter!
Radikale Anpassung.
Und Sie, lieber Leser, arbeiten auch noch mit - unentgeltlich, ohne Arbeitsvertrag und Mindestlohn, einfach nur im Austausch für Naturalien wie Früchte, Samen usw. - als kompetentes Logistikunternehmen und die Pflanzen haben dafür gesorgt, dass Sie immer wieder kommen werden, um dankbar Ihre Dienste anzubieten.
Ein schönes Beispiel für dieses eindeutig intelligent steuernde Verhalten haben wir staunend im Blühverhalten des Tabaks entdecken dürfen:
Meistens bevorzugt der Tabak es, vom überwiegend nachtaktiven Tabakschwärmer befruchtet zu werden - er erkennt diesen an seinem Speichel und wehrt sich zunächst nicht gegen den Befraß. Nur, wenn die Zahl der Tabakschwärmer überhand zu nehmen droht, ändert der Tabak sein Blühverhalten und blüht nun tagsüber. Die Folge: Die Bestäubung erfolgt durch Kolibris, welche nur Nektar trinken und dabei bestäuben - im Gegensatz zum Tabakschwärmer hinterlassen diese keine Eier auf den Blättern, die dann nach dem Schlüpfen die Pflanze beschädigen könnten. Also wieso, fragen Sie sich hoffentlich, blüht der Tabak überhaupt nachts, wenn er sich auch rein von Kolibris bestäuben lassen könnte?
Die Antwort, soweit wir bisher wissen, liegt wohl darin, dass der Tabakschwärmer wesentlich größere Entfernungen zurücklegt, als der Kolibri und damit bringt er mit seinem Pollen eine größere genetische Vielfalt bei der Bestäubung. Oder, etwas weniger wissenschaftlich und etwas mehr mutmaßlich: Könnte auch für Pflanzen bei der Paarung das Exotische einfach etwas erotischer sein? Lustig, aber letztlich unwichtig. Was wir daraus lernen können, ist, dass es durchaus vorteilhaft sein kann, wenn wir unsere Tauschhandel tagesaktuell und individuell aushandeln, auch wenn es Zeit kostet und Zoff geben kann. Wenn es mal zu Meinungsverschiedenheiten darüber kommt, wie viel Fraß als Energieausgleich angemessen ist, kann der Tabak immer noch die Fressfeinde der Larven des Schwärmers anlocken. Das alles ist freilich alles andere als geregelt, aber wo kein Kläger, da kein Richter.
Damit wir uns mit der Verfassung einer Phytokratie auseinandersetzen können, ist es wichtig, dies im Hinterkopf zu behalten, damit wir nicht Äpfel mit Birnen vergleichen - schließlich haben Pflanzen keine Organe und können den Verlust großer Teile ihres Körpers besser verkraften als wir. Wir werden also dabei auf Übertragungsschwierigkeiten stoßen.
Weniger wichtig als die Gestalt der Verfassung einer Phytokratie ist daher, zu verstehen, dass nur weil Regeln und Gesetze bestehen, sie nicht immer zur Anwendung kommen müssen - man kann sich auch gemeinschaftlich darauf einigen, ein Unrecht zu begehen, mit dem alle Beteiligten einverstanden sind, weil keiner zu Schaden kommt und alle profitieren. Und Frau Staatsanwältin könnte einfach entspannt darüber hinweg sehen, obwohl der Fall ihr und der Polizei bekannt ist, weil sie weiß, dass ihr im Justizministerium niemand Ärger dafür machen wird. Ja, das wäre zwar de facto Willkür und eine Abkehr von dem, was wir als Rechtsstaat bezeichnen, könnte aber auch die Lebenssituation von sehr vielen Wesen in sehr kurzer Zeit verbessern. Also, warum schauen wir uns nicht mal eine Hybridlösung an und behalten einfach all unsere hart erarbeiteten Regeln und Gesetze, aber in einem neuen Bewusstsein, dass diese dazu da sind, um uns zu dienen und nicht um immer und jederzeit akribisch befolgt zu werden?
Haben Sie schon gewusst, dass das Wort "radikal" vom lateinischen "radix" (=Wurzel) abstammt und der Begriff des Radikalismus ursprünglich aus der liberalen Freiheits- und Demokratiebewegung des 19. Jahrhunderts stammt? Das ist wissenswert, denn wir sehen hier, dass nicht jeder Radikalismus zwangsläufig negative Folgen haben muss. Der Bedeutungswandel des Begriffs Radikalismus hin zu "Strömungen, die ihre Ziele besonders entschieden oder kompromisslos verfolgen", hat sich vor allem im deutschen Sprachraum vollzogen und deshalb ist er im Sprachgebrauch der Staatsschutzbehörden schon 1975 endgültig vom Extremismus abgelöst worden. Nur, damit wir uns hier richtig verstehen.
Die Absicht, Probleme an ihrer Wurzel und damit auch in ihrer Gesamtheit anzupacken, ist ja durchaus nachvollziehbar und berechtigt. Wir brauchen überhaupt keine Angst vor radikalen Veränderungen zu haben, nicht mal an unserer Staatsform, vorausgesetzt, dass wir vorher wissen, was uns erwartet und dass wirklich nichts Schlimmes dabei ist. Und wir Radikale sind, im Gegensatz zur Suggestion des Umgangssprachgebrauches, auch kompromissbereit in vielen Punkten. Ich glaube sogar, dass ich für viele Radikale spreche, wenn ich sage, dass wir eigentlich nichts lieber wollen, als keine Radikale mehr sein zu müssen. Wir wollen einfach nur besonders dringend die Probleme endlich gelöst sehen.
Was würden also die Anerkennung der Rechte von Pflanzen und deren vertraglich gesicherte Herrschaft bedeuten für uns Menschen, die wir diese ja als wichtigstes Exekutivorgan in die Tat umsetzen müssen, um den standortgebundenen Pflanzen ihren Willen zu ermöglichen? Wie viele Arbeitsplätze würde das betreffen, welche genau und auf welche Weise jeweils? Diese Fragen sollten wir uns dabei natürlich auch stellen.
Die erste Interessenskonfliktpartei, die hier in den Sinn kommt, sind große, international aktive Saatgutkonzerne wie Bayer Crop Science, Monsanto, DuPont, Syngenta usw. Neben hunderttausenden von Arbeitsplätzen stehen hier auch Auswirkungen auf unsere Kapazitäten zur Ernährung der Weltbevölkerung im Raum. Ich möchte deren Argumente für ihr Vorgehen an dieser Stelle nicht wiederholen, weil sie mich offen gesagt ankotzen. Einfach nur ankotzen. Abgesehen davon gehe ich davon aus, dass wenn Sie an dieser Stelle immer noch mitlesen, Sie deren Argumente ebenfalls kennen, die ja hinreichend öffentlich gemacht wurden. Ich habe über diese Partei nicht viel Gutes zu sagen, also sage ich lieber nur das Nötigste:
Sie können einfach selbst die Patentnummer EP 0351357 A1 in die Suchmaschine Ihres Vertrauens eingeben und sich vom erstaunlichen Inhalt dieses Patents sowie seiner Entstehung überzeugen - und Sie werden verstehen, dass wir sehr wohl die Weltbevölkerung auch ohne die Hilfe dieser mutmaßlich schwer geisteskranken, verkommenen Subjekte und ihrer synthetischen, weil patentierbaren "Dünger" und "Pflanzenschutzmittel" ernähren könnten. Und auch, warum ich so wütend auf manche der hierfür Verantwortlichen bin, dass ich offen dafür werbe, diese Unmenschen endlich vor Gericht zu bringen. Denn wie Dr. Martin Luther King in einem seiner Briefe aus dem Birminghamer Gefängnis schrieb: 'We should never forget that everything Adolf Hitler did in Germany was "legal" and everything the Hungarian freedom fighters did in Hungary was "illegal." ' Und doch hat die Menschheit es irgendwie geschafft, die Nazi-Regierung nachträglich für ihre Verbrechen haftbar zu machen. Es gibt also durchaus Präzedenzfälle für solch ein Vorgehen. Worauf warten wir noch?
Präambel
Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Lebewesen,
von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Ökosystem dem Frieden der Erde zu dienen, hat sich das Grüne Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt diese Verfassung gegeben.
Die Pflanzen in den Reichen der Glaucophyten, Cyanidiophyten, Chromophyten, Rotalgen, Charophyten, Chlorophyten, Hornmoosen, Laubmoosen, Lebermoosen, Schachtelhalmen, Farnen, Bärlapppflanzen, Palmfarnen, Ginkgopflanzen, Koniferen, Gnetales, Basalen Angiospermen, Magnoliiden, Eudikotyledonen und Monokotyledonen haben in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit der Erde vollendet. Damit gilt diese Verfassung für das gesamte Grüne Volk.
I. Die Grundrechte
Art. 1
(1) Die Würde allen Lebens ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
(2) Das Grüne Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Lebewesensrechten als Grundlage jeder lebendigen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit auf der Erde.
(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.
Art. 2
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.
.
.
.
Und spätestens hier wird es, wie Sie sehen, bereits höchst problematisch! Ganz schön früh im Text, oder? Nicht mal über körperliche Unversehrtheit können wir uns mit den Pflanzen einigen, ohne auf Übertragungsschwierigkeiten zu stoßen, da wir ihnen diese gar nicht zugestehen wollen. Auf der anderen Seite sind aber wir diejenigen, die vollkommen von ihnen abhängig sind, um zu existieren.
Also Spaß beiseite, natürlich gibt es keine Verfassung für eine Staatsform Phytokratie. Zumindest nicht, bevor die Wissenschaft mithilfe künstlicher Intelligenz uns ein über alle Zweifel erhabenes Werkzeug an die Hand geben kann, die "Sprache" der Pflanzen zu verstehen. Ab diesem Punkt aber würde es mutmaßlich sehr, sehr interessant werden. Ich beteilige mich eher selten an Spekulationen, aber bevor ich diesen Kommentar abschließe, möchte ich zumindest meine eigene spekulative Meinung schon mal mit in den Raum zur Diskussion stellen. Ich denke, Pflanzen würden sich am ehesten in einem Wirtschaftssystem wohlfühlen, wie wir es aus der Ideologie des Anarchokapitalismus kennen - mit allen Konsequenzen für die Daseinsberechtigung eines Staates.
Wie Sie sehen, braucht man im besten Deutschland aller Zeiten, in dem wir bekanntermaßen leben, Themen wie Trinkwasserversorgung, Energiewende, Migration, Schulden, Infrastruktur, Klimawandel, innere Sicherheit, Kriegsgefahr uvm. noch nicht einmal angesprochen zu haben - um zum Schluss zu kommen, dass dieser Staat aktuell in fast allen Punkten katastrophal versagt, reicht es allein den Saatgutmarkt, einen kleinen Bruchteil der Landwirtschaft, mal etwas oberflächlich zu betrachten, ohne in die schrecklichen Details zu gehen.
Also, liebe "Mitarbeitende" des Bundesverfassungsschutzes, ich würde Ihnen empfehlen, den Staat mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, denn er ist in Wahrheit derjenige, der sich selbst delegitimiert und das am laufenden Band - wir Kritiker berichten nur darüber.
Sodele.
Damit wäre das Plädoyer also erstmal abgeschlossen.
Also, Thomas Haldenwang, ich frage Sie, was sagen Sie zu alldem hier? Wie würden Sie das einordnen?
Ich würde auch gerne hören, was Horst Neubauer, Manfred Roeder, Fritz Bauer, Werner Best, Hans Globke, Friedrich Karl Kaul, Oswald Rothaug, Otto Thorbeck, Franz Schlegelberger, Curt Rothenberger, Fritz Hartung, Hans Carl Nipperdey oder auch Walter Roemer dazu zu sagen gehabt hätten, nur sind diese ja bereits verstorben. Auch Josef Altstötter, Rudolf Oeschey, Hans Petersen, Herbert Klemm, Hans Keutgen, Otto Thierack und Roland Freisler hätten sicher interessante Einschätzungen dazu abgeben können.
Die gute Nachricht ist, wenn Sie die Einschätzung mutmaßlich heimlich der NS-Ideologie immer noch folgender Richter, Staatsanwälte und Rechtsanwälte hören möchten, können Sie sich mutmaßlich auch einfach an gewisse Studentenverbindungen, wie z.B. namentlich die Tübinger Burschenschaften, wenden. Mutmaßlich (!)
Sie brauchen gar nicht hunderte Namen belasteter Juristen und Ihre gesammelten Erkenntnisse über die aktuellen Tätigkeiten derer Nachkommen auf ihren gut in den Wäldern Tübingens versteckten externen Festplatten anzuhäufen, die Sie im Zweifelsfall vor Gericht verwenden könnten - falls der natürlich absolut lächerlich unwahrscheinliche Fall eintreten sollte, dass man für solche Anschuldigungen angeklagt wird und die Polizei einem dem Laptop wegnimmt, damit man keine Gelegenheit hat, die darauf enthaltenen Beweise seinem Anwalt weiterzugeben. Das wäre paranoid und überflüssig. Niemand macht so etwas.
Sie brauchen sich auch nicht zu fragen, wer die echten Nazis sind - diejenigen, die ihre Staatsangehörigkeit "deutsch" endlich loswerden wollen, oder jene, die versuchen, erstere aufzuhalten. Das ist alles Reichsbürger-Geschwafel, können Sie alles nachlesen bei der Bundeszentrale für politische Bildung. Längst widerlegt, oder?
Also keine Sorge, Sie haben mutmaßlich nichts zu verlieren, liebe Mitarbeitende des sog. "Verfassungsschutzes", wenn Sie die Angehörigen der deutschen Justiz mal genauer unter die Lupe nehmen. Vor allem keine Illusionen darüber, in einem Rechtsstaat zu leben, denn diese sind per se ausgeschlossen - da wir ja in einem Rechtsstaat leben, wie wir alle wissen. Im besten Deutschland aller Zeiten halt.So sprach der Schamane, rauchte seine Pfeife und erklärte sie alle für VOGELFREI!
Erstmal Keins, gefolgt von Eins,
Dann Zwei und Drei, auch Fünf dabei;
Auch Acht und Dreizehn kommen vor
Der Einundzwanzig durch das Tor.
Und Vierunddreißig fasst der Fünfundfünzig
Von hinten an die Schulter -
Das hebt die Stimmung, ja da kommt Freude auf.
Die Neunundachtzig, nicht zuletzt
Der Hundertvierundvierzig vorgesetzt.
Für manche Art sich nun mal biedert:
Spiralig gefiedert wird ausgegliedert.
Wer kann also mit Recht hier suggerieren,
Wir Pflanzen könnten nicht korrekt addieren?
Wollt ihr die Rechnung vielleicht überdenken,
Die Weltenformel, so genannt -
Oder sollen Milchmädchen als Nornen lenken
Bis Finsternis die ganze Welt umspannt?
"Die Welt" ist alles, was da wird verwaltet,
"Das Walten" stammt von stark sein und vom Gelten -
Und wie die Welt der Menschen sich gestaltet
Bestimmt am Ende über viele and're Welten.
Die Erde, Menschen, könnt ihr nur regieren,
wenn ihr versucht zu harmonieren.
Sonst ist dem ewigen Hin und Her
Der Mächte und Walter kein Ende mehr.
Bedenkt beim Rechnen alle Wesen,
So wird die Erde schnell genesen.
Vielleicht kann ja der Bundesrechnungshof -
Ach, lassen wir's, diese Idee ist doch echt doof.
Die Zuständigkeit ist klar noch nicht gegeben
Für alle Wesen und das Leben.
Entschuldigt uns, wir wachsen weiter,
Länger, höher und auch breiter.
Wir dürfen uns bis auf Weiteres empfehlen
Um vielleicht mehr dann zu erzählen.
Mit freundlichen Grüßen auch ans Bundesministerium der Finanzen,
Hochachtungsvoll, die Geister aller Pflanzen.

RHEINAUER THESEN ZU RECHTEN VON PFLANZENIm Wissen darum, dass alle Lebewesen eine gemeinsame Herkunft haben,
in Erwägung, dass uns Pflanzen in ihrer Andersartigkeit letztlich
immer ein Geheimnis bleiben werden,
im Bestreben, das Wesen der Pflanze tiefer zu ergründen und sie in ihrer Einzigartigkeit zu schützen,
formulieren wir die folgenden Thesen mit dem Ziel, die Pflanze um ihrer selbst willen zur Sprache zu bringen und Anspruchsrechte für
sie geltend zu machen.DIE PFLANZE1. Pflanzen sind Lebewesen.
2. Pflanzen sind Tieren und Menschen verwandt. Alle haben wir
unseren gemeinsamen Ursprung in einzelligen Lebewesen, die sich
in einer fast drei Milliarden Jahre dauernden Evolution zu einer einzigartigen Vielfalt an Lebensformen differenziert haben.
3. Die gemeinsame Geschichte führt zu vielen Übereinstimmungen
auf der Zellebene.
4. Doch Pflanzen sind zugleich anders als Tiere und Menschen.
So sind sie etwa ortsgebunden und betreiben Photosynthese. Sie
schaffen die Grundlage für die Ernährung von Tier und Mensch.
5. Wir dürfen nicht der Versuchung erliegen, sie zu vermenschlichen. Pflanzen sind auch keine ›langsamen‹ oder ›niedrigen‹ Tiere,
sondern eine eigene Lebensform.
6. Wie alle Lebewesen reagieren Pflanzen auf ihre sich dauernd verändernde Umwelt. Sie kommunizieren miteinander und mit anderen
Lebewesen, über und unter der Erde. Sie benützen dazu Duftstoffe
und andere, vielfältige Signale. Ihr Wachstum und ihre Reaktionen
auf die Umwelt sind keine ausschliesslich genetisch fixierten Reflexe. Pflanzen passen sich individuell an.
7. Über die Empfindungsfähigkeit von Pflanzen wissen wir noch
sehr wenig. Zell- und Molekularbiologie liefern zwar Indizien, die
eine Empfindungsfähigkeit möglich erscheinen lassen; komplette
Indizienketten fehlen aber bisher. Zu behaupten, Pflanzen hätten
kein Empfindungsvermögen und könnten keine Schmerzen verspüren,
ist so spekulativ wie die gegenteilige Behauptung.
8. Weil wir nicht wissen, ob und wie Pflanzen Schmerzen empfinden,
muss unser Umgang mit ihnen von Rücksicht geprägt sein.
9. Auch Pflanzen sind Individuen.
10. Pflanzen erleben die Welt auf ihre eigene Art. Sie haben ein
Eigensein. Sie leben als ein Selbst. Dieses Selbst ist für uns schwerverständlich. Dennoch erfahren wir, dass es existiert. Wenn Pflanzen als gänzlich verfügbare Objekte betrachtet und behandelt
werden, so wird man ihnen damit nicht gerecht.PFLANZE UND UMWELT11. Pflanzen sind standortgebunden. Sie stehen daher mit ihrer
Umwelt in einer ganz anderen Beziehung als Tiere und Menschen. Sie
können ihrer Umwelt nur sehr begrenzt ausweichen, fliehen können
sie nicht.
12. Pflanzen sind sehr anpassungsfähig. Sie stehen in einem permanenten Austausch mit der Umwelt. Sie leben in einem dynamischen
Netz von Beziehungen und Wechselwirkungen, die sie weit mehr
beeinflussen können als etwa Tiere.
13. Offensichtlich zeichnen sich Pflanzen durch ein Hin- und Herpendeln zwischen einem Aufgehen in der Umwelt und einem Sichzurückziehen in sich selbst sowie durch ein rhythmisches Pulsieren in
Jahreslauf und anderen zeitlichen Phasen aus. Sie zeichnen sich aus
durch einzigartige Verbreitungsmöglichkeiten, die weite Distanzen
und lange Zeiträume zu überwinden vermögen.
14. Es ist deshalb unsere Pflicht, der Umwelt, von der die Pflanzen
so stark abhängen und bestimmt werden, Sorge zu tragen.
15. Dabei ist zu beachten, dass die Beziehungen zwischen Genen
und Umwelt nicht eingleisig verlaufen. Umweltfaktoren können die
Expression von Genen derart beeinflussen, dass neue Eigenschaften stabil vererbt werden, ohne DNA-Sequenzen zu verändern. Eine
reduktionistische Sicht, die sich allein auf Gene konzentriert, ist
fragwürdig. Dies mahnt zur Vorsicht bei der Züchtung.PFLANZE UND MENSCH16. Die menschliche Existenz hängt unmittelbar von Pflanzen
ab. Viele Pflanzen können hingegen sehr gut ohne Menschen
existieren.
17. Das Verhältnis zwischen Pflanzen und Menschen ist kulturell
und historisch geprägt und daher, wie alles Kulturelle, für Veränderungen offen.
18. Pflanzen sind die Grundlage für unsere Ernährung. Insofern ist
unsere Kultur von Pflanzen nicht zu trennen. Aus diesem Grund
verdienen Pflanzen Achtung.
19. Für das emotionale Leben der Menschen sind Pflanzen wichtig.
Ihr Duft, ihre Schönheit, ihre Hege und Pflege liegen uns am Herzen.
Sie prägen unsere Gärten und Landschaften.
20. Wir müssen diese vielfältige Abhängigkeit und Verbundenheit der
Menschen mit der Pflanzenwelt neu begreifen lernen. In Alltag und
Kunst hat dies bereits begonnen. Auf naturwissenschaftlicher Ebene
ist vieles noch nachzuholen.
21. Welche Beziehungen wir mit Pflanzen eingehen, hat Bedeutung
für unsere eigene Lebensweise. Wie wir mit Pflanzen umgehen,
reflektiert unseren Umgang mit anderen Lebewesen und mit uns
selbst. Der Wert, den wir Pflanzen zuweisen, hängt mit unserem
Selbstentwurf zusammen.
22. Wenn wir Pflanzen als Maschinen wahrnehmen, so sagt dies
etwas über uns, die Betrachtenden, aus, nicht über das Wesen der
Pflanze. Diese Maschinensicht dehnt sich auf alle Lebewesen – auch
auf den Menschen – aus.
23. Anders als beim Menschen fehlen im Umgang mit Pflanzen oft
genug moralische Bedenken.
24. Wir können das Wesen der Pflanze naturwissenschaftlich nicht
vollständig erfassen. Erkenntnistheoretisch gibt es Grenzen. Wir
stehen der Pflanze als ins Unermessliche Forschende gegenüber.
25. Wenn wir der Pflanze als eigenständigem Wesen begegnen und
uns auf sie einlassen, entwickeln wir Sensibilitäten und Fähigkeiten,
die es uns erlauben, sie in ihrem Dasein tiefer zu verstehen. In ihr
und durch sie erleben wir etwas Umfassendes.
26. Unseren Umgang mit Pflanzen sollten nicht nur naturwissenschaftliche Argumente bestimmen. Die Naturwissenschaften sind nur
ein Erkenntnisweg unter anderen, trotz ihrer Bedeutung für moderne Gesellschaften. Er ist nicht von vornherein wichtiger als andere
Erkenntniswege.
27. Unsere Beziehungen zu Pflanzen spielen sich auf verschiedenen
Ebenen ab: auf der naturwissenschaftlichen, der geisteswissenschaftlichen, der künstlerischen, auf der spirituellen, der intuitiven,
der religiösen, der emotionalen und auf der ästhetischen Ebene und
natürlich auf der Ebene der Ernährung. Diesen und weiteren Wissenszugängen gegenüber gilt es offen zu sein.
28. Das neue Verständnis der Pflanze erfordert es, dass all diese
Wissenszugänge anerkannt und genutzt werden.
29. Pflanzen haben eine enorme Flexibilität und können sich an sehr
viele Manipulationen anpassen. Sie vermitteln uns auf den ersten
Blick keine offensichtlichen Signale, wo die Grenzen ihrer Verletzbarkeit sind. Um so wichtiger ist, dass wir diese Grenzen gemeinsam
finden. Nichtwissen verpflichtet.Gestützt auf diese Thesen, gelangen wir vorerst zur folgenden
Aufstellung vonANSPRUCHSRECHTEN DER PFLANZE.Wenn wir Pflanzen Anspruchsrechte zugestehen, dann heisst dies
nicht, dass wir sie nicht mehr essen oder in anderer Weise verwenden
dürfen. Sowenig wie die den Tieren zugestandenen Rechte bedeuten,
sie grundsätzlich aus dem Ernährungskreislauf auszuschliessen. Es
bedeutet vielmehr, dass wir ihr Eigensein respektieren und dass es
auch im Umgang mit Pflanzen Grenzen gibt.I. Recht auf Fortpflanzung
Methoden und Strategien, die eine Sterilität bewirken, erfordern
moralische und ethische Rechtfertigung. Die Terminatortechnologie
und weitere Methoden zur Herstellung von Sterilität mit dem ausschliesslichen Zweck, Pflanzen für die Maximierung von wirtschaftlichem Gewinn verfügbar zu machen, verstossen gegen dieses Recht.II. Recht auf Eigenständigkeit
Pflanzen sind keine Sachen. Sie sollen nicht beliebig instrumentalisiert und kontrolliert werden. Ihre Eigenständigkeit ist zu
berücksichtigen.III. Recht auf Evolution
Evolution, im speziellen die Anpassungsfähigkeit von Pflanzen
an eine sich verändernde Umwelt, beruht auf genetischer Vielfalt. Wird diese eingeschränkt, beeinträchtigt dies auch die
Fähigkeit, sich zu entwickeln. Deshalb ist heute neben dem Schutz
der Artenvielfalt auch der Schutz der genetischen Vielfalt zu einer
Verpflichtung geworden.IV. Recht auf Überleben der eigenen Art
Der Schutz der vorhandenen Artenvielfalt und damit das Recht aller
Pflanzenarten auf Überleben ergeben sich aus dem Wert der Biodiversität.V. Recht auf respektvolle Forschung und Entwicklung
Dieses Recht erfordert, dass Forschung und Industrie in der Lage
sein sollen, das Eigensein der Pflanze wahrzunehmen und ihm mit
Achtung zu begegnen. Dies verlangt offene und interdisziplinäre
Herangehensweisen. Es schliesst aus, dass Pflanzen als uneingeschränkt verfügbare Sachen gelten.VI. Recht darauf, nicht patentiert zu werden
Pflanzen sind keine Erfindungen. Keine Pflanze verdankt ihre
Existenz allein menschlichem Wirken. Patente auf Pflanzen sind
deshalb nicht nur aus sozioökonomischen Gründen abzulehnen,
sondern auch um der Pflanzen selbst willen.Die hier genannten Anspruchsrechte sind von Menschen formuliert
worden. Sie gelten daher nur, soweit sie im menschlichen Handeln beachtet beziehungsweise durch dieses beeinträchtigt werden
können. Denn niemand kann über sein Vermögen hinaus zu etwas
verpflichtet werden.Autorinnen und Autoren [der Thesen]:Florianne Koechlin, Projektinitiantin, Biologin,
Blauen-Institut Basel, Autorin von »PflanzenPalaver«Daniel Ammann, PD Dr., Geschäftsleiter
der Schweizerischen Arbeitsgruppe Gentechnologie SAGEva Gelinsky, Dr., wissenschaftliche Mitarbeiterin
von ProSpecieRaraBenny Haerlin, Leiter des Berliner Büros der Zukunftsstiftung
Landwirtschaft und der Kampagne »Save Our Seeds«Martin Ott, Meisterlandwirt, Gut Rheinau (CH),
Präsident Stiftungsrat FiBL
(Forschungsinstitut für biologischen Landbau, Frick)Beat Sitter-Liver, Prof. für praktische Philosophie,
Universität Freiburg (CH)Werner Stumpf, Dipl.-Ing., Institut für Garten-, Obst- und Weinbau
der Universität für Bodenkultur WienEdgar Wagner, Pflanzenphysiologe, Prof. em.,
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau (D)Amadeus Zschunke, Dipl.-Ing. (FH) Gartenbau, Geschäftsführer
Sativa Rheinau AG – ökologisches Pflanz- und Saatgut (CH)Unter Mitwirkung vonGünter Altner, Prof. Dr. Dr. Dr. h.c., Biologe und Theologe, BerlinNikolai Fuchs, Leiter Sektion für Landwirtschaft, Freie Hochschule
für Geisteswissenschaft am Goetheanum, Dornach (CH)Andrea Heistinger, Dipl.-Ing.,
Büro Semina Kultur-Pflanzen-Konzepte, Schiltern (A)Christian Hiss, Gärtnermeister, Eichstetten am Kaiserstuhl (D)Markus Ritter, Biologe, Teilhaber Life Science AG, BaselJürg Stöcklin, Prof. Dr., Botanisches Institut der Universität Baselhttps://www.sativa-rheinau.ch/dateien/Zuechtung/RheinauerThesenI.pdf
© 2025 Raffael Grüner, Kiesäckerstr. 2, 72072 Tübingen
Thank you, Mr. Vojtěch Zavadil, for licensing the picture of the Ayahuasca flower (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:3209-Banisteriopsiscaapi-TepliceBZ.jpg#Licensing).
Thank you, Sativa Rheinau AG and associates, for providing the authorship und publication of the theses of Rheinau (https://www.sativa-rheinau.ch/dateien/Zuechtung/RheinauerThesenI.pdf)